Färberkamille (Anthemis tinctoria)

Bei der Färberkamille handelt es sich um eine alte Färberpflanze, die dazu verwendet wurde, um nichtssagende Wolle und ödes Leinen in ein kräftiges Gelb einzufärben. Der Hauptfarbstoff verfügt über den Inhaltsstoff  Luteolin, der sich für die Färbung verantwortlich zeichnet. Auch als Zierpflanze kann die Färberkamille im heimischen Garten angebaut werden. Dank ihrer gelben Blüten verwandelt sie beinahe jede Fläche in ein leuchtendes Blütenmeer.

Färberkamille – Pflanzen sind in der Regel Herbstblumen, sodass der Sommer bis in diese Jahreszeit genossen werden kann. Das Gewächs ist eine wahre „Gute – Laune – Pflanze“, die wunderbar mit Astern harmoniert. Von Mai bis Juni und sogar bis zum ersten Frost schüttet die Färberkamille unermüdlich neue Blüten nach.

Steckbrief: Färberkamille

Pflanze:Anthemis tinctora
Familie:Korbblütler
Herkunft:Europa, West – und Zentralasien, Kaukasusregionen, westliches Sibirien
Synonyme:Färber – Hundskamille

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Färberkamille: Die beste Zeit zum Aussäen

Die Färberkamille lässt gut durch eine Aussaat, aber auch durch die Teilung von sogenannten Stecklingen vermehren. Diejenigen, die sich für Samen entscheiden, können diese im April oder Mai direkt an den dafür vorgesehenen Stellen aussäen oder zwischen März und Mai im Haus vorziehen. Die Samen der Färberkamille sind separat zu erwerben, finden sich jedoch auch in diversen Bienen – Saatmischungen wieder.

Die Anthemis tinctoria ist beliebt bei Bienen, jedoch auch bei Schmetterlingen, Hummeln und Schwebfliegen. Nach einem Rückschnitt im Spätsommer, können Hobbygärtner die Pflanzen teilen und an einem anderen beliebigen Platz im Garten neu ansiedeln.

Wichtig ist ein Platz, der ohne eine potenzielle Staunässe verfügt. Ansonsten würde die Färberkamille über die Wintermonate absterben. Zudem müssen während der Blütephase regelmäßig verwelkte Blätter – und Blütenteile entfernt und im September die Pflanze  bis auf circa 10 Zentimeter zurückgeschnitten werden.

Die Färberkamille eignet sich ausgezeichnet in Steingärten und Kiesbeeten, ist jedoch auch für  Balkonkästen oder einen Kübel bestens geeignet. Zudem ist die Pflanze so konzipiert, dass sie als Schnittblume verwendet werden kann, die unendlich lange haltbar bleibt.

Wer sich für die Färberkamille entscheidet, kann einen ländlichen Charme in seinen Garten zaubern. Die speziell gezüchteten Sorten werden zu Recht wegen der gelben Farbe geschätzt, für die es gerade im Bereich der Stauden, kaum Alternativen gibt. Sofern Besitzer Staunässe vermeiden, ist die Färberkamille nicht nur winterhart, sie breitet sich zudem stetig immer wieder neu aus.

Wichtige Hinweise:

Die Färberkamille ist robust wie kaum eine andere Pflanze. Sie ist besonders anspruchslos was die Pflegemaßnahmen betrifft und kommt gut auf kargen, sandigen und durchlässigen Bodenverhältnissen zurecht.

Die Pflanze kann in voller Sonne und an einem warmen Standort gut kultiviert werden. Im Normalfall brauchen sich Besitzer nur wenig um die Gewächse zu kümmern, denn sie benötigen weder Wasser noch einen Dünger. Auch bei Südbalkonbesitzern ist die Pflanze allgemein beliebt, denn auch nach einem längeren Urlaub gehört die Färberkamille zu den wenigen Pflanzen, die diese Zeit ohne Komplikationen gut überstehen.

Färberkamillen erreichen eine Höhe zwischen 40 und 50 Zentimeterbund blühen von Juli bis zum September. Die Blüten der Pflanzen verfügen über eine Größe von etwa 5 Zentimeter und erinnern, im Aussehen, stark an Margeriten. Die Blüten sind zudem nicht nur essbar, sie sind in der Lage sowohl einen Tee, als auch diverse andere Getränke zu verfeinern.

In der Volksmedizin wurden die Pflanzen früher zerquetscht und dienten als Wundauflage. Teezubereitungen wurden gegen Menstruationsbeschwerden empfohlen und selbst die Blüten waren ein seltenes Mittel gegen Gelbsucht.

Nicht nur für Gartenliebhaber ist die Färberkamille bestens geeignet, sondern speziell für diejenigen, die ihre Kleidungsstücke selber einfärben möchten. Für ein passables Ergebnis sollten allerdings die Stücke mit Waschsoda vorbereitet werden, um sie dann mit Alaun zu fixieren. Genaue Anweisungen und welche Utensilien noch benötigt werden, kann im Internet nachgelesen werden.

Krankheiten und Schädlinge

Da es sich bei der Färberkamille um eine sehr robuste und anspruchslose Pflanze handelt, wird diese kaum von Krankheiten heimgesucht. Auch Schädlinge, wie zum Beispiel Schnecken, können ihr nichts anhaben.

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