Eukalyptus (Eucalyptus gunnii)

Der Eukalyptus wird der Familie der Myrtengewächse zugeordnet. Der immergrüne Baum umfasst derzeit mehr als 600 Arten. In der Regel zeigt sich die Pflanze als anspruchslos, schnell wachsend und verfügt über einen hartholzigen Stamm. In den Ursprüngen stammt der Eukalyptus aus Australien und wird heute in diversen Teilen der Tropen, als auch Subtropen kultiviert. Einige Sorten der Pflanze liefern dank ihrer Streifenborke wertvolle Gerbstoffe. Beispielsweise das bekannte Eukalyptusöl, welches industriell verwendet wird und zur Weiterverarbeitung von Salben, Tropfen und Cremes dient.

Von arzneilicher Bedeutung des Eukalyptus sind vor allen Dingen die ätherischen Öle. Diese befinden sich hauptsächlich in den Blättern und bestehen aus dem sogenannten Cineol. Weiterhin beinhaltet das Öl Pinen, Cymen, Limonen und Geraniol. Zudem können in der altbekannten Heilpflanze Gerbstoffe, Harze, Triterpene und Flavonoide festgestellt werden. Eukalyptus zählt bei uns seit Jahrzehnten als bekanntes Mittel gegen Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege. Empfohlen wird es bei Husten, Bronchitis, Nasennebenhöhlenerkrankungen, sowie bei Heiserkeit. Als Darreichungsformen bieten sich neben Tropfen und Bonbons, auch Salben an.

Steckbrief: Eukalyptus

Pflanze: Eucalyptus
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Herkunft: Tasmanien, Australien
Synonyme: Tasmanischer Blaugummibaum, Fieberbaum

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  • Aussaatort: Freiland
  • Aussaatzeit: Mai/Sept
  • Ernte: Mai-Okt

Eukalyptus: Die beste Zeit zum Aussäen

Beim Eukalyptus handelt es sich um eine immergrüne Pflanze, besser gesagt einen Baum. In unseren Breiten kommt nur eine Zucht in einem Gefäß in Frage, da das Gewächs die kalte Jahreszeit nicht überstehen würde. Eine Vermehrung aus Stecklingen wird nicht angeraten, da dieses Unternehmen  selten selbst von Experten, scheitert.

Besser sind Samen geeignet, die Hobbygärtner im Fachhandel erwerben können. Mittlerweile bietet der Handel einige unterschiedliche Arten, wie zum Beispiel den blauen Eukalyptus oder den Moosgummi – Eukalyptus. Nutzer sollten die Aussaat gut vorbereiten. Nötig sind unter anderem ein geeigneter Topf und angefeuchtete Anzuchterde. Da das Saatgut viel Helligkeit zur Keimung benötigt, wird das Frühjahr zur Aussaat empfohlen.

Mit einer Keimung bei Zimmertemperatur ist nach ungefähr 3 Monaten zu rechnen. Sind die jungen Pflanzen circa zwischen 10 und 15 Zentimeter hoch, dürfen diese umgepflanzt werden. Während der Eukalyptus in seinen Ursprungsländern eine Höhe von bis zu zehn Metern erreicht, ist in unseren Gefilden mit einem Wuchs von circa 300 bis 500 Zentimetern zu rechnen. Allerdings legen junge Pflanzen in der Regel gerade in den ersten Jahren schnell an Höhe zu, diese kann bis zu 50 Zentimeter betragen.

Ins Freiland darf der Eukalyptus gerade in kälteren Regionen erst Ende Mai. Die Pflanze kann dann bis in den Oktober hinein auf einem Balkon oder einer Terrasse stehen. Eukalyptus kommt mit einem vollsonnigen Standort bestens zurecht, herrscht allerdings ein Lichtmangel, dankt es das Gewächs mit dem Abwurf von Blättern. Zudem sollten Hobbygärtner den Standort windgeschützt wählen.

Das Substrat für einen Topf oder Kübel sollte, wenn möglich, sich sandig – und lehmig zusammensetzen und zudem eher über einen sauren pH – Wert verfügen. Besten geeignet ist dieser zwischen 5 und 6 und beinhaltet zudem einen hohen Nährstoff -, als auch Humusgehalt. Freilandbeete sollten dementsprechend vorbereitet werden. Der Eukalyptus verfügt über einen hohen Wasserbedarf, durch diesen Umstand müssen Pflanzen, die sich in der Wachstumsphase befinden, reichlich mit kalkarmen Wasser oder Regenwasser versorgt werden.

Selbst in den Wintermonaten darf der Wurzelballen nicht komplett austrocknen und muss vom Besitzer kontinuierlich feucht gehalten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bedingt durch die beinhaltenden ätherischen Öle, ist in der Regel beim Eukalyptus kaum mit Schädlingen zu rechnen. Allerdings kann akuter Wassermangel die Pflanze derart unter Stress versetzen, sodass Blattläuse und Wolläuse ein leichtes Spiel haben. Pflanzenkrankheiten sind so gut wie nicht bekannt. Zudem kann vereinzelt die gemeine Spinnmilbe den Eukalyptus befallen. Zu erkennen sind die Tiere an den Blattachseln, als auch an gebuchteten Blatträndern. Deutlich sichtbar wird der Befall dann, wenn das Gewächs mit Wasser besprüht wird. Etwaige Gegenmittel können Besitzer im Fachhandel oder Online erwerben.

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