Eisenkraut oder Verbene (Verbena)

Das uns bekannte Eisenkraut wird im Volksmund gern, als Verbenen bezeichnet, da es der Familie der Verbena angehört. Eisenkraut dient nicht nur zur Bepflanzung im Garten, auf dem Balkon und Terrasse, sondern wird zudem gern als Heilpflanze genutzt. Eisenkraut zeichnet sich durch eine leichte Pflege aus und wird wegen der zahlreichen Inhaltsstoffe angepflanzt.

Die Ursprünge des Eisenkrauts liegen im Süden von Brasilien, in Patagonien, als auch in Südamerika und Argentinien. Mittlerweile hat sich die Pflanze schon seit Jahrzehnten auch bei uns durchgesetzt und ist im Sommer zahlreich vorhanden.

Steckbrief: Eisenkraut

Pflanze:Verbena
Familie:Eisenkrautgewächse
Herkunft:Brasilien, Patagonien, Südamerika, Argentinien
Synonyme:Taubenkraut, Sagenkraut, Katzenblutkraut, Wunschkraut

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  • Aussaatort: Freiland
  • Aussaatzeit: Mai/Sept
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Eisenkraut: Die beste Zeit zum Aussäen

Eisenkraut ist relativ anspruchslos und pflegeleicht. Diejenigen, die eine Direktsaat vorziehen, können die Samen von Ende April bis Mitte Juni direkt ins Freiland säen. Zum Vorziehen dürfen die Samen auf der Fensterbank, ab Februar bis spätestens April zum Keimen kommen.

Hierzu eine Anzuchtschale mit nährstoffarmer Erde füllen und die Samen etwa 0,5 Zentimeter in die Erde einbringen. Da es sich bei Eisenkraut um einen reinen Lichtkeimer handelt, nicht mit Erde bedecken, sondern die Samen lediglich leicht andrücken.

Die Befeuchtung findet unter Zuhilfenahme von einer Sprühflasche oder Wasserzerstäuber statt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Erde nur mäßig feucht wird. Danach das Behältnis an einen warmen Ort aufbewahren, am besten eignet sich eine Fensterbank, wo mit einer Keimung zwischen 12 bis 20 Tagen zu rechnen ist.

Nach dem Pikieren dürfen die kleinen Pflänzchen, nach den Eisheiligen, in einem Abstand von 25 bis 30 Zentimeter ins Freiland bzw. Balkon oder Terrasse. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, aber Vorsicht: je sonniger sich der Platz herausstellt, desto schneller und höher wächst das Eisenkraut. Zudem empfiehlt es sich einen windgeschützten Ort zu wählen, da es ansonsten passieren kann, dass das Eisenkraut Schaden nimmt und einknickt.

Um einem späteren Pflegeaufwand so gering wie möglich zu halten, sollten Nutzer das Substrat mit Bedacht auswählen. Staunässe verträgt die Pflanze gleichfalls nicht, somit empfiehlt es sich zu einem nährstoffreichen und humosen Substrat zu greifen.

Worauf weiterhin zu achten ist:

Eisenkraut stellt zwar keine übermäßigen hohen Pflegeansprüche, doch ein Mindestmaß ist trotzdem nötig. Erst recht, wenn die Pflanze vom Mehltau befallen wird. Dieses zeigt sich vorrangig an welken und verfärbten Blättern, die der Besitzer umgehend entfernen muss.

Düngergaben sind beim Eisenkraut nur sparsam nötig. Die Pflanze bevorzugt des Weiteren magere bis mäßig nährstoffeiche Erde. Insbesondere dann, wenn das Kraut in einem Kasten oder Kübel wachsen soll.

Zum Dünger sollte der Hobbygärtner lediglich alle zwei bis drei Wochen greifen, wobei es sich um einen Flüssigdünger handeln kann. Diese Düngermaßnahme regt nicht nur das Wachstum der Pflanze an, sondern dankt es seinem Besitzer mit einem besonderen Blütenreichtum.

Eisenkraut vermehren

Eine Vermehrung von Eisenkraut gestaltet sich einfach, sodass auch Gartenneulinge kaum Schwierigkeiten damit haben. Innerhalb der Fruchtkapsel werden Samen sichtbar, die für eine Vermehrung nötig sind.

In der Regel vermehrt sich Eisenkraut von selbst, denn bei voller Reife der Fruchtkapseln platzen diese auf und die einzelnen Samen verteilen sich selbständig. Eine weitere Möglichkeit besteht durch Stecklinge. Wer keine eigene Eisenkraut – Pflanze besitzt, kann Samen im Handel erwerben.

Die Vorgehensweise im Einzelnen:

  • Samen keimen schneller, wenn sie einige Stunden im Kühlschrak deponiert werden.
  • das Saatgut dann in einem entsprechenden Gefäß oder einem Minigewächshaus auslegen.
  • ideal ist eine Zimmertemperatur von etwa 20 Grad Celsius.
  • nach 2 bis 3 Wochen die ersten Keimlinge pikieren.
  • nach den Eisheiligen dürfen die Pflanzen ins Freiland
  • Aushub wenn möglich, mit Kompost oder Dung anreichern.

Krankheiten und Schädlinge

Im Prinzip ist Eisenkraut weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge, wenn es am richtigen Standort wächst und die ideale Pflege erhält. Lediglich Mehltau gehört zu den Erkrankungen, die auch das Eisenkraut befallen könnte.

Hier hilft ein Sud aus Wermut und Meerrettich, der in einem Abstand von 14 Tagen angewendet wird. Wer auf chemische Mittel zurückgreifen möchte, sollte auf die Inhaltsstoffe Schwefel und Triforin achten.

Ein weiteres Übel stellen Schnecken dar. Sobald der Besitzer Schleimspuren entdeckt, kann mit dem Auslegen von Schneckenkorn begonnen werden.

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