Eierbaum (Solanum melongena)

Der Eierbaum ist zwar eine einjährige Pflanze, sie verfügt jedoch durchaus über Qualitäten, auch in unseren klimatischen Verhältnissen gut und über mehrere Jahre zu gedeihen. Die exotische Gemüsepflanze ist nicht nur in einem Beet ein wahrer Hingucker, sondern kann auch in einem Kasten oder Kübel für Aufmerksamkeit sorgen.

Im Vordergrund stehen die violetten prachtvollen Blüten, neben den glänzenden und keulenförmigen Früchten, die natürlich an Eier erinnern. Die tropische Schönheit verfügt über diverse Kriterien, um das Anpflanzen oder Aussäen einmal zu probieren.

Da es sich im eigentlichen Sinn um die uns bekannte Aubergine handelt, weiß jeder, dass der Eierbaum nicht nur eine reine Zierpflanze ist, sondern vielfach die Früchte auch zum Verzehr geeignet sind.

Steckbrief: Eierbaum

Pflanze: Solanum melonga
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Herkunft: Asien
Synonyme: Eierfrucht, Aubergine

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Eierbaum – Die beste Zeit zum Aussäen

Es gibt drei Variationen vom Eierbaum. Die erste verfügt über eine runde und eiförmige Frucht mit einer violetten Färbung. Daneben existieren Varianten mit langen, schlanken Früchten und einer weiteren Variante mit besonders kleinen Früchten.

Hobbygärtner werden in erster Linie den eigenen Anbau in Erwägung ziehen. Im eigenen Anbau können die Früchte zudem vollständig ausreifen, was nicht nur dem besseren Geschmack, sondern auch den Verwendungsmöglichkeiten zugute kommt.

Bevor die Samen in den Anzuchttopf kommen, sollten sie über Nacht in lauwarmes Wasser oder Kamillentee gelegt werden. Ab Mitte März dürfen Nutzer dann die so vorbereiteten Samen in einen Anzuchttopf geben und nur dünn mit Erde bedecken.

Um die erforderliche Keimtemperatur jedoch zu erreichen, ist ein beheizbares Zimmergewächshaus nötig. Darin die Töpfchen bei einer Temperatur zwischen 25 und 28 Grad Celsius aufbewahren. Das Substrat sollte zudem regelmäßig mittels eines Sprühgerätes feucht gehalten werden.

Da es sich bei dem Eierbaum um ein nicht winterhartes Gewächs handelt, entscheiden sich die meisten Besitzer für einen Anbau im Kübel. Diese Kultivierung ist besonders beliebt, denn sie birgt mehr Flexibilität was die Mobilität betrifft, zwecks der Standortsuche.

So wird fachgerecht eingetopft:

  • Topfboden mit Blähton oder Tonscherben auslegen
  • ein Drittel des Substrates einfüllen
  • Jungpflanzen mittig setzen
  • restliches Substrat einfüllen und gut andrücken
  • für circa 8 Tage an einem halbschattigen Standort an Sonne gewöhnen

Der ausgewachsene Eierbaum kann eine Höhe von zwischen 3 und 5 Metern erreichen. Die Früchte wechseln ihr Aussehen während des Wachstums. Die Früchte des Eierbaumes sind zwar essbar, er wird in erster Linie jedoch überwiegend, als Zierpflanze genutzt.

Krankheiten und Schädlinge

Der Eierbaum ist, wie andere Pflanzen auch, nicht gegen einige Schädlinge und Krankheiten resistent. Ein Abfallen der Blüten bedeutet zum Beispiel, dass die Pflanze über keine genügende Belüftung verfügt. Zudem kann sich ein Befall von Grauschimmel zeigen. Dieser tritt vor allen Dingen dann auf, wenn nicht der richtige Standort gewählt wurde.

Bei leichtem Befall ist es ausreichend, befallene Pflanzenteile großzügig zu entfernen. Wenn die Früchte zum Verzehr sein sollen, müssen Besitzer tunlichst auf chemische Bekämpfungsmittel verzichten, sofern es sich nicht um eine Zimmerpflanze handelt.

Bei einem fortgeschrittenen Befall muss leider die ganze Pflanze der Entsorgung zum Opfer fallen. Es gibt jedoch vorbeugende Maßnahmen: durch den richtigen Standort, durch richtiges Düngen und Gießen, kann jeder diese Pilzkrankheit abwenden.

Weitere Schädlinge, die den Eierbaum befallen können, sind Spinnmilben. Sie sind an den typischen  Gespinsten leicht zu erkennen. In der Regel kommt es in der Überwinterungsphase zu einem Befall, was aufgrund einer zu geringen Luftfeuchtigkeit zurückzuführen ist. Zur Bekämpfung können unter anderem Raubmilben zum Einsatz kommen.

Die Früchte des Eierbaums reifen zwischen August und Oktober. Sie sind essbar, werden tatsächlich jedoch wegen des Zierwertes angebaut. In einem Kübel ist bei frostfreier Überwinterung und der dementsprechenden Pflege eine mehrjährige Kultur durchaus denkbar.

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