Bischofsblume (Ammi visnaga)

Die Bischofsblume ist im Volksmund eher unter dem Namen Bischofskraut bekannt, da die Pflanze einer Staude mehr ähnelt, als einer herkömmlichen Blume. Bei dem Gewächs handelt es sich um eine ein – bis zweijährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen kann. Im doppeldoldigen Blütenstand finden sich bis zu 150 Doldenstrahlen, die über sehr viele einzelne Blüten verfügen.

Das Bischofskraut wurde vielfach im alten Ägypten, als Heilpflanze genutzt, geriet jedoch später in Vergessenheit. Verbreitet ist die Pflanze überwiegend in Mittelmeerregionen, aber auch in Nordafrika, Südamerika und in Russland. Die Bischofsblume ist als Heilpflanze bekannt, macht sich jedoch auch gut im heimischen Garten. Zudem nutzen Floristen das Kraut gern als zusätzlichen Schmuck bei Sträußen und Gebinden.

Steckbrief: Bischofsblume

Pflanze:Ammi visnaga
Familie:Doldenblütler (Apiaceae)
Herkunft:Südlicher Mittelmeerraum, Naher Osten, Südwestasien
Synonyme:Zahnstocherkraut, Khellakraut, Ammel,

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Bischofsblume: Die beste Zeit zur Aussaat

Bei der Bischofsblume gestaltet sich die Aussaat als relativ einfach, denn es handelt sich um eine gut keimende Pflanze. Die Aussaat erfolgt direkt ab April ins Frei Beet. Zu wählen ist ein sonniger Platz, da die Bischofsblume viel Sonne verträgt und auch benötigt. Die Keimdauer beträgt zwischen 10 und 20 Tagen, ab einer Temperatur von circa 15 Grad Celsius.

Mit einer Blütezeit können Hobbygärtner in den Monaten Juni bis Oktober rechnen. Zur Verwendung kommt die Blume in der Regel als Füllpflanze, aber auch als Schnittblume. Ein weiteres besonderes Merkmal des Krautes besteht in dem Faktor, dass sie ein wahrer Insektenmagnet zu sein scheint, denn diese zieht das Bischofskraut beinah magisch an.

Zum Verwechseln ähnlich sieht die Pflanze der Knorpelmöhre, wobei sich beide lediglich in den Wuchshöhen unterscheiden. Bei der Bischofsblume ist mit einer Höhe von rund einem Meter zu rechnen, die Knorpelmöhre hingegen kann eine Höhe von bis zu 120 Zentimeter erreichen.

Der gewählte Standort sollte lockere, jedoch tiefgründige Bodenverhältnisse aufweisen, ansonsten sind keine umfangreichen Pflegemaßnahmen nötig. Zu den Kulturhinweisen gehören unter anderem, dass die Samen, wenn überhaupt nur leicht abgedeckt werden sollten, da Licht eine schnellere Keimung fördert. Sinnvoll ist des Weiteren eine Vorkultur in Töpfen, jedoch nicht zwangsläufig nötig. Diejenigen, die in einem Topf vorziehen möchten, können die Pflanzen ab Mitte Mai (nach dem 15. Mai) an einen sonnigen Standort aussetzen.

Die Bischofsblume als Heilpflanze

Die Bischofsblume wird bei medizinischen Extremfällen gern eingesetzt. Besonders die Wirkstoffe Visnagin und Khellin werden aus den rund 2 Millimeter langen Früchten gewonnen. Die Wirkung besteht aus dem Kriterium, dass beide Wirkstoffe den Ruf haben, Verkrampfungen zu lösen.

Das aus dem Bischofskraut gewonnene Khellin wird ebenso zur Behandlung der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) eingesetzt. Zu finden ist die Pflanze ebenfalls in der modernen Medizin und kommt beispielsweise in Fertigpräparaten zum Einsatz. Diese können Verbraucher rezeptfrei in Apotheken erwerben.

Wer die Bischofsblume in seinem Garten kultiviert oder ausgesät hat, kann jedoch zu den fertigen Präparaten eine Alternative wählen, diese kommt in Form von einem Tee zum Tragen. Hierzu etwa 0,5 Gramm Bischofskrautfrüchte mittels eines Mörsers zerstoßen und das entstandene Pulver mit gut 200 ml kochendem Wasser übergießen. Nach 10 Minuten das Getränk abseihen und pro Tag 2 bis 3 Tassen zu sich nehmen.

Anwendungsgebiete sind unter anderem:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen

Patienten mit Lebererkrankungen sollten von einer Einnahme allerdings absehen oder im Vorfeld ihren Arzt konsultieren.

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