Bartfaden (Penstemon)

Bei dem Bartfaden handelt es sich um eine Gattung aus der Familie der Wegerich Gewächse. Mittlerweile finden sich hier über 250 unterschiedliche Arten, der krautigen und verholzenden Pflanze. Die Ursprünge finden sich in Nordamerika und Mexiko, wobei das Gewächs hier mehrjährig wächst. Bei uns ist der Bartfaden als einjährige Sommerblume kultiviert, was den Witterungsverhältnissen zugeschrieben werden muss.

Hobbygärtner können sich über die Pflegeleichtigkeit freuen, denn außer einer mäßigen Düngergabe und einer Wasserzufuhr in trockenen Wetterphasen, benötigt die Pflanze kaum einen weiteren Zeitaufwand. Belohnt hingegen werden Besitzer mit Blüten bis spät in den Herbst hinein, wenn Samenkapseln entlang des Stiels regelmäßig entfernt werden.

 Steckbrief: Bartfaden

Pflanze:Penstemon
Familie:Wegerich Gewächse
Herkunft:Nordamerika, Mexiko
Synonyme:keine bekannt

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  • Aussaatort: Gewächshaus - Fensterbank/Freiland
  • Aussaatzeit: Feb-Mai
  • Ernte: Juli-Sep

Bartfaden: Die beste Zeit zum Aussäen

Der Bartfaden eignet sich besonders zur Bepflanzung in einem Steingarten, aber auch für gemischte Rabatten oder auch als Beet Pflanze. Während Jungpflanzen bis nach den Eisheiligen warten sollten, dürfen Samen bereits ab Ende Februar im Haus vorgezogen werden.

Da die Wuchshöhe bis zu einem Meter erreichen kann, sollte ein zwar vollsonniger Standort gewählt werden, der allerdings windgeschützt liegen muss, da ansonsten mit Bruchgefahr gerechnet werden kann.

Ansonsten dürfen die Bodenverhältnisse fruchtbar und vor allen Dingen gut wasserdurchlässig sein. Vor der Pflanzung lohnt es sich, den Gartenboden mit reifem Kompost aufzuwerten. Der Bartfaden fühlt sich besonders wohl neben:

  • Mädchenaugen
  • Phlox
  • Glockenblumen
  • Rittersporn

Die Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen sollten mindestens dreißig Zentimeter betragen. Zu beachten ist weiterhin die enorme Wuchshöhe. Die Blütezeit kann der Besitzer um einiges verlängern, wenn er regelmäßig verwelkte Blüten und Blätter entfernt, dann ist mit einer Blütezeit deutlich über den Oktober hinaus zu rechnen.

Eine Vermehrung kann leicht über die Stecklinge stattfinden, wichtig hierbei: Stecklinge müssen frostfrei überwintern. Bei einigen Arten gelingt eine Vermehrung gut durch eine Aussaat, wobei kühle Temperaturen dieses begünstigen.

Die Bodenbeschaffenheit kann sich zwischen den einzelnen Arten unterscheiden. Während hoch wachsende Sorten einen durchlässigen, nährstoffreichen und nicht zu feuchten Boden mögen, vertragen kleinere Arten wie zum Beispiel sogenannte „ Zwergformen“ einen kargen und sandigen Boden. Um eine Fäulnisbildung im Vorfeld auszuschließen, können Besitzer schwere Böden mit Splitt oder einem groben Sand durchlässiger gestalten.

Weitere Details zu Pflegemaßnahmen

Gießen brauchen Besitzer nur mäßig, ansonsten ist es für den Bartfaden ausreichend, wenn der Boden leicht feucht gehalten wird. Die gilt natürlich dann, wenn längere trockene Wetterphasen zu erwarten sind. Dünger verträgt die Pflanze vor allen Dingen im Frühjahr zu Beginn der Vegetationsperiode, hierbei reicht es vollkommen, wenn ein handelsüblicher organischer Dünger zur Anwendung kommt.

Diverse Arten des Bartfadens überstehen einen Winter, wenn der entsprechende Schutz (Vlies, Folie) zum Einsatz kommt, allerdings ist die Pflanze nur bedingt winterhart. Zudem hängt die entsprechende Winterhärte von der jeweiligen Sorte ab. Neuere Züchtungen allerdings, kommen mit den hier herrschenden Wetterbedingungen gut zurecht, aber auch diese Züchtungen kommen in der Regel nicht ohne einen entsprechenden Winterschutz aus.

Für die Überwinterung von wintergrünen Sorten muss der Besitzer den Bartfaden auf rund 20 Zentimeter zurückschneiden. Ab Oktober dann mit dem Winterschutz versehen, wobei es sich im besten Fall um ein Vlies handeln sollte.

Die nächste Aussaat

Der Bartfaden bildet seine Samen in zahlreichen kleinen Kapselfrüchten. Für eine Aussaat eignet sich bestens der Herbst, aber auch das Frühjahr. Die Samen sollten allerdings vorher für mehrere Wochen im Kühlschrank lagern.

Bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad Celsius ist mit einer Keimung nach ungefähr 14 bis 30 Tagen zu rechnen. Während der gesamten Zeit sollte das Behältnis an einem nicht zu dunklen Ort stehen, sind die Keimlinge groß und kräftig genug, werden sie in kleinen Töpfen zum Pikieren vorbereitet. Erst dann erfolgt die Pflanzung an einem dafür vorgesehenen Ort im heimischen Garten.

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