Algier-Malve (Malva sylvestris mauritiana)

Die Algier-Malve ist eine hochwachsende und dekorative Malvenart, die über große violette Blüten verfügt. Das Gewächs ist jedoch nicht nur ein wirklicher Augenschmaus, sondern ist dank einigen Teilen sogar essbar. Die Blüten zum Beispiel eignen sich hervorragend für Teemischungen, während die jungen Blätter und Triebe als Salat oder gekocht, für ein Gemüse dienen können. Die essbare Algier Malve findet ihre Ursprünge in Südeuropa und im Mittelmeerraum. Die Malvenart wird besonders in großen Kübeln zu einem Eyecatcher, eignet sich jedoch auch als Sichtschutz, da sie eine Höhe von bis zu 100 Zentimetern erreichen kann.

Steckbrief: Algier-Malve

Pflanze:Malva sylvestris mauritiana
Familie:Malvengewächs
Herkunft:Asien und Südeuropa
Synonyme:Eibisch, Feldmalve, Hasenpappel, Mauretanische Malve, Pappelblume

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Algier-Malve: Die beste Zeit zur Aussaat

Die beste Zeit zum Aussäen der Algier Malve ins Freiland  ist ab Anfang März. Wer die Pflanze im Raum vorziehen möchte, kann dieses schon ab Anfang Februar beginnen. Bei beiden Unterfangen ist jedoch Staunässe auf jeden Fall zu vermeiden.  Die Keimdauer beträgt zwischen 14 und 28 Tagen bei circa 20 Grad Celsius. Die Algier Malve erblüht im Gegensatz, beispielweise zur Stockrose, bereits im ersten Jahr, wenn es zeitig zur Aussaat kommt. Ist das Gewächs einmal im eigenen Garten etabliert, hat der Besitzer in der Regel über viele Jahre Freude an seiner Malve. Der Standort sollte möglichst sonnig gelegen sein. Mit einer Blütezeit kann der Besitzer von Juni bis in den September hinein rechnen. Um die Pflanze gut über die kalten Monate zu bekommen, sollte die Algier Malve mit einem Winterschutz, zum Beispiel einem Vlies, geschützt werden.

So gedeiht die Algier Malve gut

Die Pflanze benötigt nicht nur einen sonnigen Standort, sondern erfreut sich auch über einen humusreichen und gut durchlässigen Boden. Gesät oder gepflanzt wird die Algier Malve am besten vor einer süd – exponierten Mauer oder einem Zaun. Um einen möglichst großen Erfolg bei der Aussaat zu erreichen, sollten die Samen breitwürfig ausgesät werden. Nach dem Auflaufen der Keimlinge kann der Hobbygärtner diese auf einen Abstand zwischen 30 und 40 Zentimeter vereinzeln. Weitere Pflegemaßnahmen sind in der Regel nicht nötig.

Ernte, Aufbewahrung und Verwendung

Zur Ernte stehen die Blüten und Blätter bereit. Die Blätter dürfen im Frühling und die Blüten ab Juni, samt den Stielen entfernt werden. Weiterhin dürfen Besitzer zur Blütezeit das gesamte Kraut ernten um die Blätter und Blüten an einem schattigen, aber luftigen Ort trocknen zu lassen. Die Algier Malve darf in der Hausapotheke zur Verwendung kommen, da Blätter, als auch Blüten über zahlreiche Schleim – und Gerbstoffe verfügen. Die Blüten beinhalten zusätzlich blaufärbende Anthocyane, wie beispielsweise das Malvin, einem Doppelzuckermolekül.

Ein selberhergestellter Tee aus Blättern oder Blüten eignet sich hervorragend bei diversen Atemwegsentzündungen und wirkt reizlindernd bei Husten. Die beinhaltenen Schleimstoffe legen sich beruhigend auf die Schleimhäute und lindern Atemwegserkrankungen. Besonders wirksam ist ein Malventee, wenn er zum Gurgeln genutzt wird. Allerdings müssen Nutzer darauf achten, dass Malvenextrakte die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen können. Aus diesem Grund sollten Arzneimittel und Extrakte aus Malven nicht zur gleichen Zeit zur Anwendung kommen.

Algier Malve zur äußeren Anwendung

Besonders die Wilde Malve, aber auch die Algier Malve eignen sich für äußere Anwendungen. Mit ersterer können diverse Beschwerden gelindert werden, was schon seit der Antike praktiziert wird. Insbesondere bei Hautgeschwüren oder anderen Hauterkrankungen ist die Malve als Heilmittel zu empfehlen.

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